






Aufgabe
Life Cycle Habitation in Böheimkirchen wurde als Demonstrationsprojekt für CO₂-neutrales und lebenszyklusorientiertes Bauen entwickelt. Herstellung, Betrieb und späterer Rückbau sollten von Beginn an zusammen betrachtet werden.
Lösung
Strohballenbauweise, regionale nachwachsende Rohstoffe und Passivhauskomponenten werden mit abgestimmter Haustechnik kombiniert. Ein Rückbaukonzept ermöglicht die spätere Trennung und Rückführung der Materialien. Weite Dachüberstände schützen die Fassaden.
Ergebnis
Ein Reihenhaus mit sechs Wohneinheiten, ein Doppelhaus und ein Gemeinschaftsbereich bilden die Siedlung. Die Bauweise und das Versorgungskonzept reduzieren den Ressourcen- und Energiebedarf über den Lebenszyklus; nachwachsende Baustoffe tragen zur CO₂-Speicherung bei.
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Das Projekt „LCH-Life Cycle Habitation“ wurde in Böheimkirchen, als Demonstrationsprojekt für CO2 neutrales und lebenszyklusorientiertes Bauen in Hinblick auf die EU 2020 Zielsetzungen, errichtet. Die Siedlung besteht aus einem Reihenhaus mit sechs Wohneinheiten, einem Doppelhaus und einem Gemeinschaftsbereich in Strohballenbauweise, welche durch ein innovatives Energiekonzept versorgt werden.
Das Life Cycle Habitation Projekt schafft es durch innovative und nachhaltige Bauweise und Versorgungssystem, CO2-Emmissionen sowie Ressourcen- und Energieverbrauch, über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude, deutlich zu reduzieren. Durch den hohen Anteil an nachwachsenden Baustoffen ist die CO2 Bilanz sogar negativ.
Passivhauskomponenten, optimierte Haustechnik, effiziente Endgeräte und eine optimale Verwendung von regional verfügbaren, nachwachsenden Rohstoffen für die Baumaterialen werden auf innovative Weise miteinander kombiniert. Dadurch können sowohl die benötigte Energie für die Herstellung der Materialien und Komponenten als auch die anfallenden Transportwege auf ein Minimum reduziert werden. Von Anfang an wird auch ein Rückbaukonzept in der Planung berücksichtigt, sodass die einzelnen Materialien auch nach der Nutzungsphase in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können und Abfälle weitestgehend vermieden werden.
Um die Fassaden vor Witterung zu schützen und die Nutzungsdauer zu erhöhen, springen die Dächer der Häuser deutlich vor.


